Graógramán

Und nun erzählte Bastian von den Wundern des Dschungels, der aus lebendigem Licht bestand. Während Graógramán reglos und staunend zuhörte, schilderte er ihm die Vielfalt und Herrlichkeit der glimmenden und phosphoreszierenden Pflanzen, die sich aus sich selbst vermehrten, ihr unaufhaltsames lautloses Wachstum, ihre traumhafte Schönheit und Größe. Er redete sich in Begeisterung und Graógramáns Augen glühten immer heller.
»Und das alles«, schloß Bastian, »kann nur da sein, während du versteinert bist. Aber Perelín würde alles verschlingen und an sich selbst ersticken, wenn er nicht immer wieder sterben und zu Staub zerfallen müßte, sobald du aufwachst. Perelín und du, Graógráman, ihr gehört zusammen.«
Graógráman schwieg lange.
»Herr«, sagte er dann, »ich sehe nun, daß mein Sterben Leben gibt und mein Leben den Tod, und beides ist gut. Jetzt verstehe ich den Sinn meines Daseins. Ich danke dir.«
